4 Dinge über die Geldanlage, die ich gerne früher gewusst hätte

Erfahre in diesem Beitrag, welche 4 Dinge über die Geldanlage ich gerne schon früher gewusst hätte und wie Du aus diesen Erfahrungen lernen kannst.
4 Dinge über die Geldanlage, die ich gerne früher gewusst hätte!

Hätte ich diese 4 Dinge über die Geldanlage mal früher gewusst! Nachher war ich dann immer schlauer. Hier möchte ich Dir gern meine 4 wertvollsten Erfahrungen mit auf den Weg geben – erspare Dir so die ganz klassischen Fehler, die nahezu jeder macht… bis man sein Le(e)hrgeld bezahlt hat und es danach erst besser weiß.

Produktvermittler arbeiten für deren Provisionen und nicht für Deinen Gewinn

Ich weiß, ich weiß. Nicht alle Berater im klassischen Finanzvertrieb sollten in einen Topf geworfen werden. Das wäre unfair und machen wir auch nicht. Trotzdem solltest Du Dir die Frage stellen, warum ein Berater Dir eben genau diesen Fonds verkaufen will. Die Story wird natürlich passen, da kannst Du Dir sicher sein. Auf der letzten Verkaufsveranstaltung wurde sie hoch und runter gebetet, sodass sie jetzt mit einem charmanten Lächeln des Beraters exakt wiedergegeben werden kann und im schlimmsten Fall steigst Du sogar drauf ein. 

Was will ich Dir damit sagen?

Wenn Du nicht daran interessiert bist, einen Finanzvertrieb, ein Geldhaus oder eine Vermögensverwaltung zu finanzieren, dann musst Du die Geldanlage selbst machen. Ohne wenn und aber. Die einzige Person, die wirklich daran interessiert ist, dass Dein Depot wächst, bist Du selbst. Damit Du auch die Börsengewinne realisierst, die Dir zustehen, solltest Du Drittparteien, die zwischen Dir und Deinem Finanzprodukt stehen, zu Deinem eigenen Wohl aus dem Rennen nehmen. 

An Aktien führt kein Weg mehr vorbei

Früher gab es noch Leitzinsen, die es ermöglichten, das Geld auf einem Sparkonto liegen zu lassen und es wurde ohne nennenswertes Risiko oder großen Zusatzaufwand tatsächlich im Laufe der Zeit mehr. Das ist heute nicht mehr so. Wenn Geld auf dem Tagesgeldkonto oder auf dem Girokonto geparkt wird, wird es von Negativzinsen und Inflation aufgefressen. 

Oft wird dann panisch und getreu dem Motto „ich muss jetzt irgendetwas machen und auf den nächsten Trend aufspringen“ nach der vermeintlichen Wunderlösung gesucht, die einen dann reich macht. Dass das Quatsch ist, weißt Du als Leser von unserem Blog mittlerweile selbst. 

Eine Aktie verbrieft Unternehmensanteile einer Aktiengesellschaft. Diese börsengehandelten Unternehmen sind verantwortlich für die Art und Weise, wie wir leben. Sie schaffen Mehrwerte, zahlen Steuern und tragen die Verantwortung für Angestellte. Es gibt in meinen Augen und in Bezug auf die Geldanlage kein besseres Gefühl, als zu wissen, dass mein Kapital für mich arbeitet, indem ich an den wertvollsten Unternehmen auf der gesamten Welt beteiligt bin – da arbeiten tagtäglich tausende Marketingabteilungen, Ingenieure, Ärzte und Juristen (…) dafür, dass Werte geschaffen werden und (meine😉) Unternehmen wachsen.

Und ja, da gibt es viele schlaue Köpfe, die sich auch und gerade in Krisen Gedanken machen, wie man wieder gestärkt aus diesen herausfordernden Situationen hervorgeht und sich auftuende Chancen nutzt. 

Diversifikation ist der Schlüssel zum Erfolg

Bis hierhin kommen bei den meisten Menschen, die ihr Geld in Zukunft selbst anlegen und verwalten wollen, noch keine Fragezeichen auf. Doch jetzt geht es los… die große Frage lautet: aktives oder passives Investieren? Fondsmanager oder Indexing? Aktien separat auswählen und kaufen oder in einen marktbreiten Index investieren? 

Die Antwort ist einfach. Passives Investieren. Indexing. Marktbreiter Index. 

Warum? Weil niemand eine Glaskugel hat und weiß, wie sich der Aktienmarkt entwickelt. Keine Privatperson. Kein Fondsmanager dieser Welt – sei das Einstecktuch auch noch so seidig weich und schön. Wenn man zum Beispiel selbst Spaß daran hat, Unternehmen zu analysieren und Unterbewertungen festzustellen, die sonst absolut niemand sieht (Achtung Ironie!), weil man eben einen ganz besonderen Blick und hellseherische Fähigkeiten hat, dann ist das ja vollkommen in Ordnung. Nur das Ding ist, dass der aktuelle Marktpreis einer Aktie alle dem Markt zur Verfügung stehenden Informationen beinhaltet, die es bis zu diesem Zeitpunkt gibt. Alle. Und der Markt ist schnell, sehr schnell im verarbeiten von Informationen. 

Deshalb: Nutze Deine zur Verfügung stehende Zeit lieber dafür, Dein Humankapital zu erhöhen (Bücher, Online-Kurse, Podcasts, Weiterbildungen). Das wird dafür sorgen, dass Du später Deine monatlich Sparplanrate für das Indexing erhöhen kannst. Das Wetten auf wenige Einzelwerte hingegen hat mit langfristigem, nachhaltigen und entspannten Vermögensaufbau nichts zu tun. Man ist einfach der Meinung, mehr zu Wissen als Millionen anderer Marktteilnehmer. Es ist Hobby, kann daher Spaß machen doch eine Wette ist und bleibt eine Wette. 

Doch nun zur breiten Diversifikation: Diese Aufteilung sorgt dafür, dass man sich das ganze Kopfzerbrechen über Unternehmenszahlen und Zukunftsmalerei sparen kann. Es gibt nur eine Frage, die man sich stellen sollte: 

Hab ich ein positives Weltbild oder ein negatives Weltbild?

Viele ETF-Investoren haben eine positive Sicht auf die Welt und auf das, was da in der Zukunft noch so alles auf uns zu kommt. Unternehmen werden Lösungen finden, die die Menschheit braucht. Und wenn Unternehmen die Zeichen der Zeit nicht erkennen und von anderen Unternehmen überholt werden, die innovativer sind, dann ist das für mich nicht schlimm, denn ein marktbreiter und weltweit diversifizierter ETF investiert nach klaren Anlagekriterien, wodurch ich immer bei den Unternehmen investiert bin, die eben ganz vorn mit dabei sind. Wenn da mal eine Aktiengesellschaft aus dem Index fliegt, kann mir das nur recht sein, denn schon bin ich ganz automatisch beim nachrückenden Newcomer investiert. Wenn ich hingegen auf diesen einen absteigenden Ast allein gesetzt hätte, hätte ich ein Problem. Und das ist auch schon einer der Hauptvorteile von ETFs: investieren, entspannt bleiben und wissen, dass mein Index für mich automatisiert zusammengestellt wird.

Wenn Du diesen Beitrag liest, dann tust Du das wahrscheinlich über ein Handy, Tablet oder einen PC einer bestimmten Marke. Dafür brauchst Du einen Stromanbieter, der die Geräte zum laufen bringt. Schau Dich nur mal da um, wo Du gerade bist. Es werden Dich viele Gegenstände der Big-Player umgeben, die auch alle in einem MSCI ACWI Index als Grundlage für einen ETF vertreten sind. Ab 50€ monatlich kannst Du Dich bei all diesen Firmen einkaufen. Einfach so und nahezu ohne Kosten. Das ist, wie ich finde, besser als das Wetten auf einzelne Stories und ewiges analysieren. 

Langfristige Planung ist mega spannend

Zuletzt habe ich einen Artikel gelesen, in dem stand, dass gerade Frauen ungern langfristig investieren, weil sie sich dann mit der Tatsache beschäftigen, dass sie älter werden. „Das ist mal ein Ding“ – dachte ich mir. Nachvollziehbar, dass es spannendere Themen in jungen Jahren gibt doch ich bin der Meinung, dass langfristiges investieren mega cool ist! Warum? Weil Du Dein Fundament baust.

Wenn Du beispielsweise Dein monatliches Gehalt auf Dein Konto bekommst, dann ist es doch ein großartiges Gefühl, wenn Du weißt, dass DU selbst die erste Person bist, die davon bezahlt wird. Ein Wertschätzung Deiner eigenen Arbeit, eine Wertschätzung Dir selbst. Das Geld für Deinen Sparplan ist ja nicht weg, es ist ein Investment in Deine Zukunft. Es schafft die Gewissheit, dass da Etwas ist, das in Zukunft jeden Tag für dich arbeitet und sich über viele Jahre hinweg vermehren wird. 

Erst nach Deiner Sparplanrate, die im optimalen Fall direkt nach Deinem Geldeingang ausgeführt wird, werden andere Unternehmen bezahlt, an denen Du dann in einigen Fällen auch durch den breit gestreuten ETF beteiligt bist. 

Beispiel gefällig? Wenn Du nur 200€ jeden Monat für 30 Jahre in einen weltweiten und breit gestreuten Index investierst, dann kannst Du im Durchschnitt inklusive Tiefs und Hochs mit einer durchschnittlichen Rendite von 8,00% pro Jahr rechnen. Das ergibt nach 30 Jahren (inklusive Kosten!) einen stolzen Betrag von rund 275.000 Euro. Davon hast Du selbst nur 72.000 Euro eingezahlt und der Markt hat für Dich 203.000 Euro erwirtschaftet. Einfach so. Also ich finde das spannend und überhaupt nicht langweilig 😉.

Eine solche Transparenz und Kosteneffizienz findest Du bei keinem Fondsberater, bei keinem verschachtelten Produkt einer Versicherung und bei keinem anderen Modepaket der klassischen Finanzindustrie. Das ist Indexing at it´s finest: klar, einfach und unabhängig. 

Wenn auch Du eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung für Deinen eigenen ETF-Sparplan suchst und umsetzen möchtest, dann schau Dir gern meinen neuen Online-Kurs an. 

Viel Spaß damit und bis bald!

Dein Stefan

Stefan Wirth

Stefan Wirth

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Über Stefan Wirth

Schön, dass Du hier bist! Meine Name ist Stefan und ich bin auf einer Mission: ich möchte Dir die Kontrolle über Deine Finanzen wieder in Deine eigenen Hände übergeben – ohne wenn und aber. Du kannst das am besten! Über 10 Jahre lang habe ich wertvolle Erfahrungen an der Börse und in Finanzinstituten gesammelt. Funktionierende Strategien möchte ich jetzt gern an Dich weitergeben. Viel Spaß damit!

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