Porsche verkauft und ETF gekauft

Erfahre in diesem Beitrag, wieso ich meine Aktien von Porsche verkauft habe und dafür ETF-Anteile erworben habe...

Vielleicht kennst Du das: es gibt Dinge, die sind einfach da doch jahrelang bei dir unter dem Radar geflogen. Da war war doch irgendwas und zack, tauchen sie wieder auf: in meinem Falle Porsche Vorzugsaktien von 2015. Was tun? Verkaufen! Warum und wie das Geld in meinen Augen besser angelegt ist, erkläre ich Dir in diesem Beitrag.

Die Bestandsaufnahme

Porsche Vorzugsaktien

Kaufdatum: 07.10.2015

Einstandkurs: 39,81 Euro

Anzahl: 13 Stück

Gesamteinstandswert: 517,53 Euro

Wert am 05.10.2020: 49,10 Euro

Gewinn: 120,77 Euro (nach Milchmädchenrechnung rund 20 Prozent)

Also 20 Prozent durch 5 Jahre macht rund 4% (vor Steuern) pro Jahr. Unabhängig davon, dass diese eine, kleine Position nur einen Wert von rund 500 Euro zu Beginn hatte, ist die Rendite ziemlich mager doch zumindest verkaufe ich nicht mit Verlust, so meine ersten Gedanken…

Der Plan

Wie im Video (siehe unten) erklärt, halte ich persönlich von dem Herauspicken einzelner Werte relativ wenig. Das damit verbundene Einzelwerterisiko ist einfach viel zu groß – auch wenn ich mir die Mühe mache und durch weiteren Kapitaleinsatz noch viele, viele weitere Aktien dazu kaufe.

Wieso nicht einfacher?

Oder wieso nicht einfacher und dazu auch noch mit besserem Ergebnis?

Sehr breit diversifizierte ETFs, die viele Tausende Werte aus der ganzen Welt widerspiegeln, sind hier mein Mittel der Wahl, um das Einzelwertrisiko zu elimieren. 

Das mache ich, weil ich mir vorab überlegt habe, wieso und eben mit welchem Ziel ich es mache. Wenn ich zum Beispiel mit 50 Euro eine Wette abschließen möchte – wie auf der Pferderennbahn (Einzelwerte), dann mache ich das bewusst. Entweder ist das Geld eben weg oder ich habe 100 Euro. Wenn ich jedoch eine Anlageform suche, die mich finanziell frei machen soll und von welcher ich später nach Plan leben möchte, dann spiele ich NICHT mit diesem Geld. 

Wenn ich nun mit dem Gedanken spielen würde, in alle Pferderennbahnen in Deutschland zu investieren, hätte ich trotzdem noch ein sogenanntes Klumpenrisiko. 

Was wäre, wenn per Gesetz das Geschäftsmodell zu Pferdewetten verboten wird? Geld weg.

Du ahnst bereits, auf was es hinausläuft. Wenn Du das liest und selbst aus dem Finanzbereich kommst oder etwas in der Richtung gelernt oder gar studiert hast, liegt es Dir schon auf der Zunge: die moderne Portfoliotheorie. 

Und nein, ich bringe jetzt keine wissenschaftliche Abhandlung darüber. Bibliotheken sind voll mit Büchern zu dem Thema und selbst über Wikipedia und Co. findest Du alles, was Du dazu wissen solltest innerhalb von Minuten. Doch es gibt einen viel wichtigeren Punkt:

Trotzdem das „Wissen“ vorhanden, publiziert und nahezu von überall barrierefrei zugänglich ist, wird es nicht umgesetzt. ES WIRD IN DER PRAXIS EINFACH NICHT UMGESETZT!

Warum? Weil wir alle den Traum haben, über Nacht reich zu werden. Ja klar! Und das ist auch nicht schlecht oder verwerflich … jeder will das … doch die Umsetzung basiert auf dem Zufallsprinzip, Wetten mit der Möglichkeit eines Totalverlusts.

Ich mache es kurz:

Der einzig sichere Weg, langfristig eine ordentliche Rendite einzufahren besteht darin, dass Risiko so weit es geht zu minimieren und dabei trotzdem noch eine ansehnliche Rendite zu erwirtschaften. Ein wenig wissenschaftlicher:

systematisches Risiko (Marktrisiko ) = nicht eliminierbar; immer vorhanden und

unsystematisches Risiko (spezifisches Risiko) = vollständig eliminierbar durch breite Diversifikation. 

Und wir verabschieden uns in diesem Beispiel vom unsystematischen Risiko (z.B. „nur“ Porsche im Depot) mit nur einem einzigen Mausklick, indem wir einen ETF kaufen, der die wichtigsten weltweiten Unternehmen in einem ganz bunten Mix repräsentiert bzw. deren Wertentwicklung spiegelt. 

Früher benötigte man dafür einen gewissen Grundstock an Kapital und einen geeigneten Portfolio-Manager, der viele, viele Wertpapiere ordern konnte, was natürlich auch mit hohen Handelskosten für jeden einzelnen Aktienkauf verbunden ist. Heute hingegen funktioniert das schon ab 25€ und nahezu ohne Handelskosten über einen Sparplan. Herrlich. Nur leider wissen die wenigsten um diese schöne Möglichkeit und schließen weiterhin dubiose Verträge zu Armsparprodukten ab, die sie selbst nie verstanden haben, nie verstehen werden und die auch niemals die ersehnten finanziellen Rückflüsse geben werden, weil der komplexe Mantel sämtliche Gewinne vereinnahmt und am Ende schon irgendwo landet, nur eben nicht beim fleißigen Sparer, der das Märchen geglaubt hat oder eben glauben wollte …

Lange Rede, kurzer Sinn: kommen wir zum wichtigsten Punkt – der Umsetzung.

Die Ausführung

Login Online – Broker.

WKN des ETF der Begierde eingeben.

XETRA oder Sofortkauf per Preisvorschlag wählen. 

Anlagebetrag durch aktuellen Kurs eines ETF-Anteils teilen. So weißt Du, wieviel Stück Du ordern „musst“.

Kaufen drücken, TAN eingeben, Fertig.

Die oberen 5 Zeilen scheinen einfach geschrieben doch diese 5 Zeilen haben bei Deiner Umsetzung die Power, die gesamte alteingesessene und verstaubte Finanz-Produkt-Verkaufs-Industrie wachzurütteln, umzuwerfen und neu aufzustellen. 

Hier unter diesem Text findest Du im zweiten Teil des Videos übrigens die exakte Umsetzung vom klassischen Einmalkauf – wir machen das einfach zusammen an meinem PC 🙂

Wenn Du mehr über ETFs erfahren möchtest und von der Vogelperspektive bis hin zur konkreten Umsetzung alles lernen und einfach anwenden möchtest, dann schau Dir gern meine Geldanlage mit ETFs Anleitung an. Viel Spaß damit!

Stefan Wirth

Stefan Wirth

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Über Stefan Wirth

Schön, dass Du hier bist! Meine Name ist Stefan und ich bin auf einer Mission: ich möchte Dir die Kontrolle über Deine Finanzen wieder in Deine eigenen Hände übergeben – ohne wenn und aber. Du kannst das am besten! Über 10 Jahre lang habe ich wertvolle Erfahrungen an der Börse und in Finanzinstituten gesammelt. Funktionierende Strategien möchte ich jetzt gern an Dich weitergeben. Viel Spaß damit!

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